Kosten und Wartezeiten

Ich möchte Ihnen hier einen Überblick geben, was marktübliche Konditionen für Psychotherapie sind. Meine Preise erfahren Sie hier: Preise

 

Eine Psychotherapiestunde dauert bei den meisten Therapeuten zwischen 45 und 60 Minuten. In der Regel werden 50 Minuten veranschlagt. Eine Therapiestunde kostet dann für Selbstzahler zwischen 50 und 400 Euro. Wobei die untere und die obere Zahl eher Ausreißer darstellen. Meist liegen die Werte zwischen 70 und 190 €. Es gibt auch regionale Unterschiede. So ist es in München, alleine aufgrund der Raumkosten, eher teurer als in der Provinz. Honorare über 150 € (für 50 Minuten) sind eher selten und sagen auch nicht unbedingt etwas über die angebotene Qualität aus.

 

Viele Kienten wollen Ihre Therapie mit der Krankenkasse abrechnen. Auf die Frage, ob dies sinnvoll ist, werde ich im Folgenden eingehen.

 

Allein der Weg zu einer von der Kasse bezahlten Therapie hat eine negative therapeutische Wirkung. Das beginnt damit, dass eine Diagnose benötigt wird. Diese Diagnose fokussiert auf einen "Mangel" bzw. "Fehler" bei Ihnen und hat aus hypnotherapeutischer Sicht bereits negative Auswirkungen auf die Selbswahrnehmung und das Befinden. Bei der Kasse treten Sie als eine Art Bittsteller auf, der sich offenbaren muss. Schließlich steht, was einmal in den Akten steht, in den Akten. Gerade eine psychiatrische Diagnose kann Ihnen somit noch Jahre später z.B. beim Krankenkassenwechsel oder Abschluss einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung schaden. Und da reden wir noch nicht von Indiskretionen oder Datenklau.

 

In den meisten Regionen Deutschlands bestehen bei guten Therapeuten Wartezeiten von Monaten oder Jahren. In dieser Zeit geht Ihnen Lebensqualität verloren. Ihr Zustand kann sich verschlechtern, es kann zu finanziellen (beruflich bedingt) Einbußen kommen etc. Da gesetzliche Krankenkassen eher am unteren Ende der Bandbreite vergüten und zusätzlich bürokratischen Aufwand verursachen, arbeiten viele Therapeuten nur mit Privatpatienten oder gesetztlich Versicherte müssen mit längeren Wartezeiten rechnen.

 

Dazu kommt, dass gesetzliche Krankenkassen nur psychodynamische und Verhaltenstherapie bezahlen. Erstere dauert sehr lange, zweitere blendet verschiedene Aspekte menschlichen Seins aus. (siehe Kapitel über Psychotherapiemethoden)

 

Sieht man dies alles, so kann die Empfehlung nur lauten: Zahlen Sie selbst, wenn Sie es sich leisten können. Da moderne Kurzzeittherapien in der Regel bereits nach wenigen Stunden Erfolge zeigen, kann dies in Summe sogar finanziell günstiger sein, als den Gang durch die Institutionen zu nehmen. Nebenbei: Allein die Tatsache, dass man etwas selbst bezahlt, erhöht die Motivation und die Wirksamkeit einer Therapie entscheidend.

 

Lassen Sie mich noch kurz auf die Wartezeiten zurückkommen. Diese sind in der Regel bei Heilpraktikern für Psychotherapie deutlich kürzer. Da trotz aller erwähnten Nachteile der Kassenabrechnung die meisten Klienten ihre Therapie über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen wollen und dies scheinbar nur bei klinischen oder psychologischen Psychotherapeuten und Psychiatern geht, gibt es meist unzumutbare Wartezeiten. Was die wenigsten hierbei wissen ist, dass die Krankenkasse kurzfristig eine Behandlung ermöglichen muss. Haben Sie bei mehreren (meist drei) Psychotherapeuten aufgrund von Wartezeiten keinen Termin erhalten und dies dokumentiert, so zahlt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel auch den Heilpraktiker für Psychotherapie.  Also kann in der Praxis oft auch eine Behandlung bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie durch die Kasse erstattet werden. Bei den privat Versicherten sollte dies ohnehin kein Problem darstellen. Aus den oben genannten Gründen ist eine Abrechnung über die Krankenkasse aber trotzdem gründlich zu überlegen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier.